PRESSEMITTEILUNG 45/2026

Bayreuth, den 08.07.26

Mäharbeiten an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen in vollem Gange: Verkehrssicherheit und Naturschutz im Fokus

Die Mäharbeiten an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Bauamts Bayreuth laufen derzeit auf Hochtouren. Die Pflege des Straßenbegleitgrüns ist eine zentrale Aufgabe des Straßenbetriebsdienstes. Sie dient der Verkehrssicherheit und trägt zugleich dem Schutz von Natur und Artenvielfalt Rechnung.

Das Staatliche Bauamt Bayreuth betreut ein rund 1.200 Kilometer langes Straßennetz in den Landkreisen Bayreuth, Hof, Kulmbach und Wunsiedel i. Fichtelgebirge. Es umfasst 360 Kilometer Bundesstraßen, 730 Kilometer Staatsstraßen und 110 Kilometer Kreisstraßen im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge. Daraus ergibt sich eine sogenannte Intensivfläche (straßennahe Bereiche wie beispielsweise Seitenstreifen und Entwässerungsgräben) von etwa zehn Millionen Quadratmetern. Die Pflege dieser Flächen ist für die Verkehrssicherheit von entscheidender Bedeutung. Zu den Arbeiten gehört das Mähen des Grases ebenso wie das Zurückschneiden von Bäumen und Büschen. „Gerade an Einmündungen, Kurven und im Bereich von Verkehrszeichen ist ein freier Blick für die Verkehrsteilnehmer unverzichtbar. Deshalb ist die Pflege der Intensivbereiche so wichtig“, sagt Burkhard Schubert, der für die vier Straßenmeistereien des Staatlichen Bauamts Bayreuth zuständig ist.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem ökologischen Mähen in den sogenannten Extensivbereichen. Das sind Flächen mit einem Abstand zum Straßenrand von mehr als vier Metern, zum Beispiel Böschungen und Ausgleichsflächen. Um Rückzugsorte für Insekten, Kleinsäuger und andere Tiere zu erhalten, wird dort abschnittsweise gemäht. Denn diese Bereiche haben ein erhebliches Potenzial für die Biodiversität, da sie vielerorts als lineare Lebens- und Vernetzungsräume dienen können. Die Pflege dieser Flächen wird daher zunehmend differenziert und standortangepasst durchgeführt. „Wir wollen dort, wo es möglich ist, Lebensräume erhalten und fördern. Das abschnittsweise Mähen ist dabei ein wichtiger Baustein“, erklärt Schubert.

Grundlage für die Unterteilung der Bereiche und die unterschiedliche Pflege ist ein spezielles Mähkonzept, das die Bayerische Staatsregierung im Jahr 2018 als Baustein des Bayerischen Aktionsprogramms für die Insektenvielfalt beschlossen hat. Ziel ist es, die Artenvielfalt und den Biotopverbund zu fördern.*

Die Arbeiten beginnen jedes Jahr Ende April, direkt im Anschluss an die Winterdienstsaison. Dann werden die Fahrzeuge auf Sommerbetrieb umgerüstet. Im Zweischichtbetrieb erfolgen die Mäharbeiten zwischen 5 Uhr und 20 Uhr. Dafür stehen acht Fahrzeuge mit Mähauslegern zur Verfügung. Der Fuhrpark wird durch einen Triomäher mit einer Schnittbreite von bis zu 7,20 Metern sowie durch ein kleineres Mähfahrzeug für die Unterhaltung von Geh- und Radwegen ergänzt. Zur Förderung der naturnahen Pflege setzen die Straßenmeistereien zudem einen ökologischen Mähkopf mit neuer Schnitttechnik ein. Rund zwanzig Mitarbeiter an den Großmähgeräten sorgen dafür, dass die Flächen effizient, wirtschaftlich und mit möglichst geringer Beeinträchtigung des Verkehrs gepflegt werden.

Insgesamt verfolgt das Staatliche Bauamt Bayreuth einen ausgewogenen Ansatz. Während verkehrssicherheitsrelevante Bereiche regelmäßig gepflegt werden, entstehen in den Extensivbereichen wertvolle Rückzugs- und Entwicklungsräume für Tiere und Pflanzen.

„Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer um besondere Aufmerksamkeit in den Arbeitsbereichen. Langsam fahrende Mähfahrzeuge, wechselnde Arbeitsstellen und kurzzeitige Fahrbahnverengungen erfordern vorausschauendes Fahren und Rücksichtnahme“, betont Schubert. „Mit ihrem Einsatz sorgen die Straßenwärterinnen und Straßenwärter dafür, dass die Straßen für alle Verkehrsteilnehmer sicher, übersichtlich und gut befahrbar bleiben.“

* Weitere Informationen zum Mähkonzept finden Sie in der Broschüre „Ökologische Aufwertung von Straßenbegleitflächen entlang von Bundes- und Staatsstraßen in Bayern“ (Artikelnummer 03500264), abrufbar unter: www.bestellen.bayern.de/03500264.


Die dieser Pressemitteilung beigefügten Fotos stehen Ihnen bei Nennung der Quelle „Staatliches Bauamt Bayreuth“ zur Veröffentlichung zur Verfügung.


Bild 1 und 2: Mit dem Triomäher kann eine Fläche von bis zu 7,20 Metern Breite in einem Durchgang gemäht werden.
Bild 3: Der Unimog mit Mähausleger kommt beim Mähen schmalerer Straßenbegleitflächen zum Einsatz.